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Malteser im Landkreis Cham

HvO Wald

Helfer vor Ort: das andere Ehrenamt

Das ist der Albtraum eines jeden Bürgers: Man benötigt dringend Hilfe, egal ob für sich selbst oder für andere, aber die Hilfe kommt vielleicht zu spät. Die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zieht sich hin wie Kaugummi. Man fragt sich, wann kommen die endlich?

Doch leider ist diese Situation im ländlichen Raum Realität: Der Rettungsdienst braucht länger, als es das Ziel ist. Insbesondere im Walder und Zeller Gemeindebereich braucht der Rettungswagen (kurz: RTW) um die 15 Minuten. Aus dieser Situation heraus reifte die Idee vom Bürgermeister der Gemeinde Wald, Hugo Bauer, und dem damaligen Malteser Stadtbeauftragten, Dieter Heinze, heran, diese Situation zu verbessern.

Udo Eiling
e.a. Geschäftsführer Wald
Tel. (0151) 22994697
E-Mail senden

Das HvO-Programm sollte hierbei Abhilfe

schaffen: HvO steht für „Helfer vor Ort". Dieses Programm wird von den

Maltesern betreut und verbessert die rettungsdienstliche Misslage in den

Gemeinden Wald und Zell. Da die Sanitäter direkt vor Ort sind, werden

die Einsatzzeiten deutlich verbessert werden.

So lud man im September 2006 zu einem

ersten Informationsabend zum Thema „HvO-Wald" ein. Spontan entschieden

sich einige Bürger, die Ausbildung zum Einsatzsanitäter zu absolvieren.

Bereits im Januar 2007 startete hierzu die erste Ausbildungsrunde. Im

März desselben Jahres wurden die Prüfungen der zukünftigen Sanitäter

abgelegt. 18 Teilnehmer bestanden erfolgreich.

Nachdem der Träger der Malteser-Hilfsdienst

(MHD) wurde, und man von der Diözesangeschäftsstelle ein

Einsatzfahrzeug erhalten hatte, konnte sich der neu geformte HvO Wald am

30. März 2007 an der Integrierten Leitstelle Regensburg anmelden.

Der HvO wird bei einem Rettungsdienstlichen

Einsatz parallel mit dem RTW verständigt. Dadurch können die HvO´ler

schon vor dem Eintreffen des RTW Basismedizinische Notfallhilfe leisten.

Die Arbeit des HvO ist sehr umfangreich. Es

wird versucht, an 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im

Jahr einen funktionierenden Bereitschaftsdienst aufzubauen und aufrecht

zu erhalten. Eine schwierige Angelegenheit, wenn man 8760 Stunden pro

Jahr mit nur etwa 25 Sanitätern ausfüllen muss. Bei der Dienstplanung

kann man aber nie auf alle Sanitäter bauen, da ja auch noch Private und

Berufliche Aufgaben zu meistern sind. So können nur rund 12 bis 15

Sanitäter regelmäßig Bereitschaftsdienst übernehmen. Und die Bemühungen

sind nicht umsonst. Es passiert – zum Glück – nicht immer was, dennoch

kann der HvO Wald auf 156 gemeisterte Einsätze im Jahr 2010

zurückschauen. Davon waren 73 Einsätze im Gemeindebereich Wald, 41 in

der Zeller Gemeinde.

Die Sanitäter sind meist im Zweierteam

organisiert. So hat einer der beiden Diensthabenden das Einsatzfahrzeug.

Um am Einsatzort zu zweit zu erscheinen, ist das so genannte

„Rendezvous"-Verfahren eingeführt worden. An einem festgelegten

Treffpunkt kommen die beiden Sanitäter zusammen. Klar, wenn die

Sanitäter nahe beieinander wohnen, dauert es nicht so lange, bis sich

die HvO´ler treffen. Eine optimale Lösung wäre, wenn sich Bewohner eines

Dorfes zusammenschließen und das Einsatzfahrzeug ein paar Stunden am

Stück am Ort zu haben, damit die Zeit bis zum Treffen der HvO´ler

möglichst gering bleibt. Leider ist das oft nicht möglich.

Beispielsweise fehlen in Zell dazu die Einsatzkräfte. Aber nicht nur in

Zell, sondern aus dem gesamten Gemeindegebiet sind unbedingt Sanitäter

gesucht.

Die Ausbildung bringt einem persönlich sehr

viel. Man wird gefordert und die erarbeiteten Themen kommen nicht nur

der Allgemeinheit zugute. Auch das private und berufliche Umfeld

profitiert von solchem Wissen. Die Kosten für diese Ausbildung werden

übrigens übernommen. Zusätzlich wird man in eine starke und

kameradschaftliche Gemeinschaft integriert.

 

Um andere Menschen zu helfen, braucht der

HvO Wald selber dringend Hilfe: Es sind unbedingt weitere

Einsatzsanitäter nötig, um weiterhin einen 24h-Dienst zu ermöglichen.

Auch durch eine Spende kann man dem HvO helfen, Nähere Informationen

dazu unter der Website des HvO-Wald

(www.hvo-wald.de). Auch passive

Mitgliedschaften werden ausdrücklich gerne vergeben. Sowohl eine passive

oder auch eine fördernde Mitgliedschaft der Walder Malteser e.V.

unterstützt die Malteser-Gliederung Wald zu 100%. Von den Einnahmen

durch Spenden und Mitgliedschaften werden laufende Unkosten, wie die

Sanitäterausbildung, die Bekleidung der Sanitäter, der Unterhalt des

Einsatzfahrzeuges und vieles mehr finanziert. Es hofft keiner, dass es

soweit kommt, aber vielleicht muss einmal ein Bekannter oder Sie selber

die Dienste des Rettungsdienstes und des HvO Wald in Anspruch nehmen.

 

Das Einsatzfahrzeug ist darauf ausgerichtet, den Rettungsdienst zu unterstützen und Basismedizinische Notfallhilfe zu leisten.

Ortsversammlung 2011

Ortsversammlung des Malteser Hilfsdienstes e.V. der Helfer

vor Ort Wald / Ernennung einer neuen ehrenamtlichen Geschäftsführerin

mit Wahl und Bestätigung der Helferschaft, Kassierer und Kassenprüfer

Da die Gemeinde Zell zu dem Einzugsgebiet des HVO zählt,

fand die diesjährige Ortsversammlung im Gasthaus Schwarzfischer, Zell

statt. Dazu konnte der Sprecher zahlreiche Helfer und Mitglieder, sowie

1. Bürgermeister Hugo Bauer, 1. Bürgermeister Gerhard Hecht von der

Gemeinde Zell, 2. Bürgermeister Fritz Stuber und Diözesanleiter Dr.

Rainer Tichy im Gasthaus Schwarzfischer Zell recht herzlich begrüßen.

Zur der stattfindenden Versammlung wurde satzungsgemäß, frist- und

termingerecht eingeladen. Es folgte die Bekanntgabe der Tagesordnung. In

seinem Tätigkeitsbericht ging der Schriftführer Josef Bauer anhand

einer Präsentation auf die zahlreichen Ereignisse, Ausbildungen und

Veranstaltungen des vergangenen Jahres ein. Dies waren 13 Treffen der

aktiven Mitglieder wo die Einsatzpläne besprochen und die 7

Fortbildungen wie z.B. Defi-Unterweisung, Notfälle am Kind usw.

durchgeführt wurden. Außerdem wurden 6 Erste-Hilfe-Kurse mit insgesamt

60 Teilnehmern abgehalten. Lehrrettungsassistent Christoph Buchner

bildete 2010, 9 Einsatzsanitäter in Wald aus, 6 beim HvO-Wald, 3 kamen

aus Regensburg. 2 aktive HvO’ler haben 2010 die Ausbildung zu

Rettungssanitätern absolviert und mit Bravour gemeistert. Dies sind

Veronika Doblinger und Cornelia Fuchs. Als Neumitglieder im Jahre 2010

kamen 6 aktive und 12 passive Mitglieder dazu. Es wurden im Jahre 2010

für San-Dienste z.B. Pfingstfest Hetzenbach, KLJB Süssenbach, FC

Wald/Süssenbach Taekwondo Wald, Sport Ferstl und Wandertage an 17 Tagen

362 Stunden geleistet. Außerdem beteiligten sich die HvO’ler an der

Frühjahrsversammlung der Vereinsvorstände, der Beauftragtentagung und

der Delegiertenversammlung der Malteser. Zu dem fanden noch

Besprechungstermine mit dem Bauausschuss, mit dem Bürgermeister und den

Vereinen statt. Für die 31 Spenden an die Malteser Wald in Höhe von

4.195 Euro bedankte sie sich nochmals ganz herzlich.

Auch Gemeinschaftsübungen im Jahre 2010 wurden mit der FFW

Martinsneukirchen und der FFW Wald abgehalten. Viele

Gemeinschaftsversammlungen wie die Ortsversammlung im März 2010, die

Familienwallfahrt der Malteser, die Altötting Wallfahrt, das Sommerfest

des HvO, das Ferienprogramm, an den Festakt 50 Jahre MHD und die

Weihnachtsfeier fanden statt.

Im Jahre 2010 hatte der HvO 156 Notfalleinsätze, in der

Gemeinde Wald 73, in Zell 41, in Bernhardswald 26, in Altenthann 14, in

der Gemeinde Falkenstein und in der Gemeinde Reichenbach 1. Gesamt

wurden von den Einsatzkräften 16.850 Bereitschaftsstunden, für

San-Dienste 362 Stunden und 7 Fortbildungsabende, 13 Meeting-Abende

geleistet: Das Programm bzw. Vorhaben 2011 ist der Einzug ins

Rettungszentrum, erneute ES-Ausbildung, Altötting-Wallfahrt sowie

San-Dienste.

Der Kassenbericht wurde durch Christiane Schuster mit Ein-

und Ausgaben detailliert vorgetragen. Die Kassenprüferinnen Klaudia

Bauer und Maria Adlhoch bestätigten eine einwandfreie und korrekte

Kassenführung worauf die Teilnehmer einstimmig die Entlastung der

Kassiererin erteilten.

Christiane Schuster wurde für die geleistete Arbeit in der

Vergangenheit mit Blumenstock vom HvO und von Dr. Tichy mit einem

Blumenstrauß und einem Präsent für alles Tun gedankt. Anschließend

folgte die Ernennung des Geschäftsführers. Das Gründungsmitglied Maria

Adlhoch wurde zur neuen ehrenamtlichen Geschäftsführerin ernannt. Die

Abstimmung erfolgte per Handzeichen. Der stellvertretende

Geschäftsführer für Wartung und Ausrüstung ist Wolfgang Brenner,

Kassenführung hat Renate Kerscher übernommen, als Kassenprüferinnen

wurden Klaudia Bauer und Veronika Hahn ernannt. Die Abstimmung bei der

Ernennung erfolgte per Handzeichen. Bei den Punkt Wünsche und Anträge

wies die neue Geschäftsführerin Maria Adlhoch auf die Veranstaltung am

20. Mai 2011– Bayerischer Abend des Brauchtums und Kulturausschusses,

bei dem der HvO die Bewirtung übernimmt. Dann auf die alljährliche

Malteser Wallfahrt am 17. Juli d. J. und den Umzug ins neue

Rettungszentrum hin. Alle Helfer sind gefragt.

Im Grußwort des 1. Bürgermeisters der Gemeinde Wald dankte

er allen Einsatzkräften, dass er von der Leistung und Ausbildung sehr

beeindruckt ist.

1. Bürgermeister der Gemeinde Zell bedankte sich, dass die

Ortsversammlung heuer in Zell stattgefunden hat. Das wir Stolz und

dankbar sein können, diese Einrichtung in Wald zu haben.

Dr. Tichy sprach in seinem Grußwort das er Respekt und

Anerkennung den Einsatzkräften aussprechen will für die vielen

Einsatzstunden auf freiwilliger Basis und das die Ausbildung immer vor

Ort stattfindet. Ganz herzlicher Dank an Christiane Schuster für die

Unterstützung und Leistung. Mein Dank an die neue Geschäftsführerin

Maria Adlhoch und ihrem Team. Allen möchte ich gratulieren, die die

Ausbildung bestanden haben. Wünsche allen alles Gute, gute

Zusammenarbeit und Unterstützung. Zum Schluss erwähnte Dr. Tichy noch,

dass er den HvO mit einer Spende von 500 Euro unterstützt.

Für den Einsatz in Altenbetreuung, Öffentlichkeitsarbeit,

Hausbesuchsdiensten in 20 Jahre aktive Mitarbeit im Malteser Hilfsdienst

e.V. wurde Marion Brauner eine Urkunde über das Dienstalterkennzeichen

durch Dr. Tichy verliehen.

Zum Schluss bedankte sich Maria Adlhoch noch für die

Moderation und den Rückblick beim Schriftführer Josef Bauer und bei den

Aktiven für ihren bereitwilligen Dienst. Ein besonderer Dank an Dr.

Tichy und den Bürgermeistern der Gemeinde Wald und Zell. Noch kurz in

eigener Sache gab die Geschäftsführerin Maria Adlhoch bekannt, dass das

HvO-Team bestrebt ist, den Dienst 24 Stunden aufrecht zu erhalten, aber

es kann aus familiären oder krankheitsbedingten Gründen nicht immer

gewährleistet werden kann. Wenn sich jemand vorstellen kann beim HvO

mitzuwirken ist herzlich willkommen und die Ausbildung als

Einsatzsanitäter absolviert, soll sich umgehend bei und melden. Allen

wünschte sie noch einen schönen Abend und eine gute Heimfahrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dies ist ein Teil unserer Ausrüstung. Diese Gerätschaften werden als erstes zum Patienten mitgenommen. Natürlich ist auch ein "Rettungsteddy" von Sternschnuppe e.V. dabei, um Kinder in bestimmten Fällen Trost zu spenden.

 

 

 

Voll ausgerüstete Helferin

 
Voll ausgerüstete Helferin
ausruestung2 Rettungsmittel im Kofferraum unseres Fahrzeuges                                
ausruestung3 Sauerstoff mit Zubehör
ausruestung8 Defibrillator

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Helfer vor Ort - Wald
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BLZ.     75061168
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